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EspenauNet e.V.

Durch die Luft schnell ins Netz

Von Peter Ketteritzsch

espenau. Wer in Mönchehof oder am Schäferberg wohnt und ins Internet will, der muss Geduld mitbringen. Mit DSL bietet die Deutsche Telekom zwar einen beschleunigten Zugang ins weltweite Netz an, nicht aber in den beiden Espenauer Ortsteilen. Die Investition in neue Kabel rechne sich wegen der zu geringen Kundenzahl nicht, so das Unternehmen.

Diese Begründung müssen sich die Bewohner vieler kleiner Dörfer anhören. Vielerorts, darunter in Helsa-Eschenstruth und im Söhrewalder Ortsteil Eiterhagen, greift man inzwischen zur Selbsthilfe, um trotz der Zurückhaltung der Telekom schnell ins Internet zu kommen. Auch in Espenau engagiert man sich jetzt privat für einen alternativen Zugang.

"Wir haben einen ersten Verteiler aufgebaut", sagt Mario Longobardi. Der 35-jährige Netzwerkadministrator ist Vorsitzender des Vereins EspenauNet. Sein Ziel ist es, die Ortsteile Mönchehof und den Schäferberg an DSL anzubinden.

Zu diesem Zweck hat der im Februar dieses Jahres gegründete Verein eine Funkstrecke vom Ortsteil Hohenkirchen, wo DSL 3000 problemlos funktioniert, nach Mönchehof aufgebaut. Eine Richtantenne, die auf dem Dach des Hauses der Familie Koch in der Straße Zum Lerchenfeld installiert ist, empfängt die Signale aus Hohenkirchen. Von dort aus werden sie an andere Funknutzer weiterverteilt.

Stehen keine Hindernisse im Weg, kann die Antenne ihre Signale bis zu einem Kilometer weit verbreiten.

Dank der Pilotanlage in Hohenkirchen werden inzwischen nicht nur die Kochs, sondern neun weitere Mitglieder von EspenauNet versorgt. Rund 2000 Euro kostet lautet dem Vorsitzenden Longobardi eine Verteilstation. Damit sich die Investition rechnet, sind pro Verteilstation zehn Nutzer erforderlich, die sich über Funk den schnellen Internet-Zugang legen lassen. Wer die Signale empfangen will, muss Mitglied von EspenauNet sein. 22 Mitglieder zählt der Verein bereits. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 240 Euro pro Jahr. Hinzu kommen die Kosten für die Richtantenne und einen so genannten Router, der zwischen dem lokalen Netz und dem Internet vermittelt. Laut Longobardi werden für die Geräte, die die Nutzer selbst kaufen müssen, einmalig 180 Euro fällig.

Inzwischen haben der Vereinsvorsitzende und seine Mitstreiter in der Straße Im Hopfenfeld einen zweiten Verteiler installiert, der zurzeit im
Testbetrieb läuft.

Nähere Informationen über den Verein und sein Angebot im Internet sowie Aufnahmeanträge gibt es unter: www.espenaunet.de.

Quelle: Artikel vom 22.05.2006 aus www.hna.de (Hessische/Niedersächsische Allgemeine)


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Letzte Änderung: 21.05.2018